Bergheimer Heimatpreis beschlossen

bergheimer heimatpreis

In der Ratssitzung am 23.09.19 wurde nun endgültig die Einführung eines Bergheimer Heimatpreises beschlossen. Nach vorhergehenden, kontroversen Diskussionen , einigten sich jetzt alle Fraktionen auf die Rahmenbedingungen zur Vergabe des Preises. Darüber berichtet auch die heutige Ausgabe des Kölner Stadt-Anzeigers.

Im Ursprungstext zum Konzept des Heimatpreises heißt es wörtlich:

Thema: Geschichte von Familien, Gebäuden oder Institutionen in den letzten 100 (oder mehr) Jahren, die heute in Bergheim beheimatet sind und ausdrücklich sowohl aus dieser Region stammen können als auch aus anderen Regionen stammen und hier Heimat gebildet haben.

Achim Brauer, unser Fraktionsvorsitzender, brachte daraufhin in die Diskussion noch einen Vorschlag von unserem Fraktionsmitglied Hans Decruppe ein, dass in die Geschichtsbetrachtung auch Personen aufzunehmen seien, die ehemals ihre Heimat in Bergheim hatten. Er wies auf die Geschichte der jüdischen Familie Stock aus Fliesteden hin, die nach ihrer Deportation in Theresienstadt getötet wurden. Der Hinweis wurde vom Rat mit einer gewissen Betroffenheit aufgenommen. Der Vorschlag von Hans Decruppe wurde angenommen.

Im Vorfeld wurde der Heimatpreis in unserer Fraktion diskutiert. Vor allem die Besetzung des Gremiums, dass den Preis vergeben soll, stieß in unserer Fraktion auf Kritik. Unsere Fraktion vertrat die Meinung, dass in diesem Gremium die Politik entweder sehr gering vertreten sein sollte und vielmehr Fachleute die Entscheidung treffen sollten. Wenn aber die Politik vertreten sein sollte, dann bitte mit Teilnehmern aus allen Fraktionen.

Leider konnten wir uns mit dieser Sichtweise im Rat nicht durchsetzen. Die ursprünglich geplante Zusammensetzung des Gremiums wurde beibehalten.

Achim Brauer hatte für den Rat noch einen Vorschlag für den Titel des zu vergebenden Preises: „Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“. Ein Zitat von Karl Valentin. Auch dieser Vorschlag wurde abgelehnt.

Die SPD brachte einen Sachantrag in die Diskussion ein. Es wurde vorgeschlagen, die Altersbeschränkung fallen zu lassen. Es sollten alle Bergheimer Bürger die Möglichkeit zum mitmachen haben.

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