Verfehlte Sozialpolitik

Ortsschild Bergheim-Ahe

Am 11.09.19 fand die 28. Sitzung des Ausschusses für Kinder, Jugend und Familie statt. Punkt 7 der Tagesordnung war ein zentraler Teil dieser Sitzung. Es ging um den Abschlussbericht des LVR-Projekts „Monitoring kommunaler Präventionsketten“.

Der Bergheimer Stadtteil Ahe rückte bei dieser Untersuchung ganz besonders in den Fokus der Verfasser dieser Studie. Das Ergebnis ist mehr als alarmierend und spiegelt die ganze verfehlte Sozialpolitik des aktuellen und vergangener Räte in Bergheim wider. Ein Zitat aus diesem Bericht:

„In Ahe ist die Versorgung mit Kita-Plätzen deutlich unterdurchschnittlich. Der Stadtteil ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen strukturell benachteiligt. Hinzu kommt, dass viele Familien in Ahe mobilitätseingeschränkt sind und eine Kita außerhalb des Stadtteils wenig besuchen.“

So bedrückend dieser Bericht auch ausfällt – leider war er keine Überraschung. Denn jahrzehntelang wurde in Bergheim Klientel-Politik hoch auf der politischen Agenda angesiedelt, statt ernsthaft und ausgleichend mit sozialen Themen umzugehen.

Und das sich daran nichts ändert, dafür sorgen die aktuellen Mehrheiten im Rat. Unsere Fraktion brachte in die Sitzung eine Tischvorlage ein (Sitzungsunterlagen hier). Die Forderung: der Ausschuss für Kinder, Jugend und Familie solle sich eine Selbstverpflichtung auferlegen, zukünftig soziale Projekte in Ahe zu priorisieren. Dies wurde mit den Stimmen von CDU und Grünen bei einer Enthaltung 7:5 abgelehnt. Ein trauriges Bild!

In den Sitzungsunterlagen ist leider nur eine gekürzte Fassung des Abschlussberichts verfügbar. Sollte sich aber jemand für die ungekürzte Fassung interessieren, kann der Bericht per Mail bei uns angefordert werden. Bitte benutzen sie dazu unser Kontaktformular.

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